Einträge für Juni, 2007

Was issn Digiwax?

Sonntag, Juni 10th, 2007

Nein, Digiwax ist nicht der tausendste Aufguss eines Virtuellen-Vinyl-Systems. Ist schlicht und ergreifend der Name von First Word Records für eine Platte, der ein Code beiliegt, mit dem man auf deren Seite das Vinyl zusätzlich als MP3 herunterladen kann. Im Preis inbegriffen, versteht sich. Da das MP3 mit 320kbps daherkommt, sollte die Qualität selbst für audiophile DJs erträglich sein. Aber die meckern wahrscheinlich auch bei gekauften Wav-Dateien von Beatbox.

Insgesamt eine nette Idee. Die Platte zum Angreifen und Anschauen in einer vernünftigen Größe und für unterwegs als MP3. Sieht wohl so aus, dass es die Schallplatte an sich noch länger geben wird.

The Fader: Musik und mehr

Samstag, Juni 9th, 2007

Ein ganz nettes Magazin ist The Fader. Wäre natürlich ein passender Name für ein reines DJ-Magazin, aber hier geht es um Musik und das Leben drumherum. Das komplette Magazin, obwohl die Druckausgabe etwas kostet, kann man sich als PDF herunterladen. Zu dem gibt es zu jedem Magazin noch eine Audio-Beilage, ebenfalls kostenlos herunterzuladen.

CD-Player mit Vinyl

Freitag, Juni 8th, 2007

Ist irgendwie total an mir vorbeigegangen: Der CDX von Numark. Ein CD-Player, der über Vinyl gesteuert werden kann. Natürlich kann man das Ding auch mit MP3s füttern. Warum es bei dem Aussehen nicht fliegen? Keine Ahnung. Die Idee wirkt schon fast skuril, aber Numark will es den alteingesessen DJs scheinbar so einfach wie möglich machen. Bei dem Angebot, was es mittlerweile an Brücken zwischen Vinyl und der digitalen Welt, wird das aber immer schwieriger.

DJ David vs. DJ Q-Bert 1991

Donnerstag, Juni 7th, 2007

Der alte und nie endende Streit. Hat DJ David damals die DMC World Championships 1991 verdientermaßen gewonnen?

Ich kann mich erinnern, damals das Video bei jemanden gesehen zu haben und schon damals war so ziemlich jeder der Meinung, dass eigentlich DJ Q-Bert hätte gewinnen müssen.

Wenn man sich das Video von David Fascher und das Video von DJ Q-Bert heute mit etwas Abstand anschaut, dann müsste einem Auffallen, dass da zwei ziemlich verschiedene Stil aufeinander prallen. Was das Ganze sehr schwer macht zu bewerten.

David Fascher war eindeutig ein DJ seiner Zeit mit dem Schwerpunkt auf Unterhaltung. Sein Set wirkt sehr durchdacht. Obwohl vieles wild und Hau drauf wirkt und nicht unbedingt immer alles im Takt ist und die Nadel mal springt, kommt das Set sehr sauber rüber. Body Tricks sind mittlerweile bei DJs zwar verpöhnt, aber gehörten damals einfach dazu und machten einen Teil der Show aus. Sie zeigten dem Publikum: Hey, ich kann nicht nur etwas, was Du nicht kannst, ich kann es auch, wenn ich meinen Körper verdrehe.

DJ Q-Bert kommt ganz anders rüber. Das Show-Element in seinem Set ist verglichen mit David Fascher geringer. Sein Set wirkt improvisierter und ist alles andere als sauber. Er macht subjektiv noch mehr Krach als David Fascher.

So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass Q-Bert verloren hat. David Fascher kam zu dem noch hinter ihm im Programm, was bei so etwas schon einiges ausmacht. Besonders, wenn man seine Kür mit einem Handspin abschließt, was für das Publikum damals einfach der Hammer gewesen sein muss. Da hilft es nichts, dass Q-Bert für Kenner innovativ herüberkommt und neue Sachen bringt und David Fascher eigentlich nur bekannte Sachen bietet. Zwar gut kombiniert, aber nicht wirklich neu.

Die Weltmeisterschaft von 1991 deutet eigentlich eines schon an und zwar die Entwicklung zum Turntablism. Auf der einen Seite der DJ, der unterhalten und auf der anderen Seite der Turntablist, der etwas neues schaffen will. Das bei einer so alteingesessenen Veranstaltung so etwas passieren musste, war im nachhinein eigentlich klar. Damals war nicht unbedingt jedem klar, was da passierte.

Auch wenn für mich damals Q-Bert hätte gewinnen müssen, muss ich heute zugeben, dass David Fascher das Publikum besser unterhalten hat. Zu dem wirkte das Set runder und es war sauberer. Da reicht Innovation nicht aus, um bei so einer Veranstaltung zu gewinnen. Da die DMC damals keine Turntablism-Veranstaltung war – mit ein Grund, warum die ITF entstanden ist – muss man einfach mal das Ganze realistisch betrachten.

Nichts für Hardcore-HipHopper

Mittwoch, Juni 6th, 2007

Bin ich mal wieder drüber gestolpert. Ist zwar schon ziemlich alt, aber The Food Rap von Olde English Comedy bringt einige Old-School-Allüren ganz gut auf den Punkt. Sofern man Humor hat.

Virtuelles Vinyl bis zum Abwinken

Dienstag, Juni 5th, 2007

Nachdem ich über XWax gestolpert bin, habe ich noch ein bisschen weiter gestöbert. Die Auswahl an Systemen für virtuelles Vinyl ist mittlerweile schon fast unübersichtlich. Hier mal eine Zusammenstellung, was ich so gefunden habe.

Final Scratch

War das erste Systeme dieser Art und machte sich am Anfang keinen guten Ruf aufgrund von Stabilitätsproblemen. Benutzt Traktor als Software. Mittlerweile scheint Stanton darauf zu setzen, das System unabhängig von der Software zu machen. Siehe FinalScratch Open.

Scratch Live

Die bekannte Alternative zu Final Scratch von Rane Serato, welche sich einen guten Ruf bezüglich Stabilität und Bedienung gemacht hat. Das Audio-Interface ist unter Windows mittlerweile auch von anderen Programmen nutzbar. Unter Mac OS X leider noch nicht. Die Philosophie unterscheidet sich etwas von den anderen Programmen, da hier nicht auf Funktionen bis zum Abwinken gesetzt wird, was die Software der anderen Lösungen oft etwas unübersichtlicher aussehen lässt.

Torq

Die Antwort von M-Audio zu diesem Thema. Die kleine Variante ist preislich unter den beiden Platzhirschen und mit enorm vielen Funktionen.

Traktor Scratch

Was da genau zwischen Native Instruments und Stanton lief, kann ich nicht sagen. Aber die Folge ist scheinbar, dass Native Instruments Ihre Traktor-Software mit einem eigenen Audio-Interface anbietet.

MsPinky

Software-Lösung mit eigenen Steuerungplatten. Unabhängig vom Audio-Interface/Soundkarte. Wer sich für ein günstiges System mit pinkfarbenen Platten interessiert, sollte sich das mal anschauen. Besonderheit dieses System ist, dass es ohne Probleme durch die offene Software-Schnittstelle von Dritten erweiterbar ist.

Numark Virtual Vinyl

Ein Kompletsystem mit Audio-Interface, Software und Steuerungsplatten von Numark. Nur Windows. Wird unter anderem damit beworben, dass man damit nicht nur MP3s, sondern auch Videos steuern kann. Was man mit MsPinky übrigens auch machen kann.

DigiScratch

Kann zwar mit eigenen Audio-Interface gekauft werden, ist aber nicht an dieses gebunden. Wenn man also schon etwas brauchbares hat, kann man so etwas Geld sparen. Ich will mal hoffen, dass die Software nicht so grauslig ist wie die Homepage. Ach ja, nur für Windows.

Quad

Günstige Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Testversion zum Herunterladen. Nur Windows.

MixVibes

Software mit eigenem Steuerungsplatten. Nichts außergewöhnliches aufgefallen. Nur Windows.

Deckadance

So wie es aussieht die ultimative Software-Lösung schlechthin. Aus der selben Schmiede wie FL Studio. Läuft angeblich mit so ziemlich allen existierenden Steuerungsplatten andere Hersteller. Läuft als eigenständiges Programm oder als VSTi-Plugin. Nur Windows.

VirtualDJ

Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Unabhängig von Audio-Interface/Soundkarte. Testversion zum Herunterladen

PCDJ Scratch

Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Unabhängig von Audio-Interface/Soundkarte. Nur Windows.

djDecks

Reine Software-Lösung, welche scheinbar mit fast allen Systemen zusammen arbeitet, egal ob FinalScratch, ScratchLive oder MsPinky. Eine Testversion gibt es zum Herunterladen. Nur Windows.

XWax

Der Vollständigkeit halber nochmal. Läuft nur unter Linux. Könnte theoretisch auch auf andere Systeme portiert werden, da der Quelltext vorliegt. Benutzt ScratchLive-Platten und läuft mit jedem Audio-Interface oder Soundkarte, die man unter Linux zum Laufen bekommt.

Digital-Scratch

Ebenfalls Freie Software mit Quelltext und läuft momentan nur unter Linux. Benutzt allerdings FinalScratch-Platten.

Wie man sehen kann, ist jemand der das für ihn perfekte System sucht, mittlerweile lange beschäftigt.

XWax – Eine freie Alternative?

Montag, Juni 4th, 2007

Nachdem ich dann herausgefunden habe, warum bei Skratchworx der RSS-Feed nicht mehr aktualisiert wurde, bin ich mal die übersehenen Einträge durchgegangen und habe dort auch gleich etwas interessantes gefunden: XWax. Eine freie Software, welche mit den ScratchLive-Platten virtuelles Vinyl unter Linux realisiert. Sieht zwar noch sehr roh aus die Software, bin aber mal gespannt, was da herauskommt. Da werde ich wohl demnächst mal ein bisschen meinen Linux-Hobel audio-fit machen.

Double D über Turntablism

Sonntag, Juni 3rd, 2007

Bin beim Stöbern über ein Interview mit Double D aus Offenbach gestolpert. Ist zwar etwas älter, aber trotzdem interessant und aktuell. Hier wird er in einer kurzen Passage auch zur DJ-Szene in Deutschland befragt. Beruhigt hat es mich hier, dass jemand, der bei der ITF-Tour in Deutschland mitgemacht hat, das heutige Problem von Turntablism offen ausspricht. Es fehlt das musikalische und alles ist zu technisch, was mich an den Wettbewerben in den letzten Jahren enorm gestört hat. Da hört man doch lieber ein gutes Mixtape oder schaut sie die DMC-Klassiker aus den Achtzigern und Neunzigern an.

Prizm-Scratch

Samstag, Juni 2nd, 2007

Schon einmal gefragt, was der Prizm-Scratch ist? Stellt Q-Bert in diesem Video ab 2:00 vor. Und wem es zu schnell geht, für den hat DJ Mana das Ganze hier etwas aufgedröselt.

DJ Battle TV wieder fleißig

Freitag, Juni 1st, 2007

Die Jungs von DJ Battle TV wollen scheinbar die letzten Monate nachholen, in denen nichts mehr erschienen ist. Episode 20 – die zweite innerhalb von zwei Wochen – ist mittlerweile online und beschäftigt sich mit der Schwedischen DMC Meisterschaft 2007.

Um nicht die Spannung zu verderben, will ich jetzt nicht den Gewinner vorweg nehmen. Aber das es so offensichtlich ist, hätte ich nicht gedacht.

Episode 20: Schwedische DMC Meisterschaft 2007