Und zwar im positiven Sinne. Erst einmal sollte möglichst wenig zu Bruch gehen. Also wenn man zum Beispiel aus der Kurve fliegt, durch den Graben fährt, wieder aus dem Graben raus, knapp an der Leitblanke vorbei und dann zum Stehen kommt. Wenn da die Bilanz ist, dass nur die Karre Totalschaden hat, weil die Achsen kaputt und das Auto von unten im Graben durch Steine aufgeschlitzt wurde, dann ist das gar nicht so schlecht. Auch positiv wäre, wenn keiner von vorne oder von hinten käme und mitmachen wöllte. Ganz zu schweigen davon, dass die Leitblanken heilgeblieben und die Pfosten geschickt umschifft worden wären.
Das wäre schon einmal eine gute Bilanz. Wenn dann noch dazu käme, dass man selbst keinen großen Schaden erlitten hätte – ohne HWS-Syndrom geht so etwas allerdings natürlich nicht -, dann könnte man auch in Ruhe aussteigen und sich sein Werk in Ruhe betrachten um zu überlegen, wie es weitergehen soll.
Nicht so perfekt wäre dann, wenn ein junger übereifriger Mann von der freiwilligen Feuerwehr angebraust käme, die Polizei gerufen hätte bevor er ausgestiegen wäre – und man dann denken würde, während der Fahrt darf man doch kein Handy benutzen – ohne zu wissen, was denn genau passiert ist. Wäre halt verdächtig gewesen, dass da ein Auto gemütlich zum Stehen kommt. Immerhin würde er gleich den Krankenwagen abbestellen. Damit der Spaß nicht so teurer wird. Wenn man nämlich die Sheriffs ruft, dann kostet das Geld. Und Krankenwagen natürlich auch. Selbst wenn die jemand anderes für einen ruft und man die nicht braucht.
Natürlich wäre es positiv, dass gleich einer da ist und versucht zu helfen. Ein Verwandter in der Nähe in einer Autowerkstatt arbeitet und einen Abschleppen kann. Und ein anderer Verwandter noch dabei hilft, die Straße sauber zu machen. Weil das enorm viel Geld sparrt. Natürlich könnte man noch auf den Abschleppdienst zurückgreifen, der ganz zufällig vorkam. Aber der hätte wahrscheinlich durch das Abhören des Polizeifunks genug zu tun.
Ein weiterer positiver Aspekt wäre vielleicht, wenn das Auto, was kaputt geht nicht das Eigene ist und keiner mit im Auto war. Negativ wäre vielleicht, dass das Auto dem Schwiegervater gehört.
Na ja, so richtig perfekt geht es scheinbar nicht. Ganz davon zu schweigen, dass ich lieber darauf verzichtet hätte. Man kann ja nicht alles haben im Leben. Aber auf jeden Fall würde man im Nachhinein Halleluja rufen und sich freuen, dass das alles war.