Einträge für März, 2008

Der Zwiespalt mit Run DMC

Montag, März 31st, 2008

Während in Deutschland die sogenannte Hip-Hop-Prominenz schon mal in den Jungle geht um sich lächerlich zu machen, nutzten Run DMC ihren Erfolg auch, um positiven Einfluss zu nehmen:

Reading Rainbow war eine Fernsehsendung, die das Lesen unter Kindern fördern wollte und die Anpassungsfähigkeit von Run DMC finde ich in diesem Fall schon interessant.

Wie aber mit vielen Größen des Hip-Hops, welche Meilensteine gelegt haben – und Run DMC hat bewiesenermaßen etwas verändert im Hip-Hop -, ist es irgendwie so, dass irgendwann mal hätte einer sagen sollen: Bis hier hin und nicht weiter. Meiner Meinung nach wäre Tougher Than Leather ein guter Abgang gewesen.

Während die Anpassungsfähigkeit von Run DMC im oberen Fall nach interessant ist, ist diese im Folgenden eher erschreckend.

Mit Electro habe ich an sich kein Problem, nur passt es irgendwie nicht. Hier habe ich irgendwie ein Problem mit der Kommerzialität und bin froh, dass ich den Wrestling Rap von Run DMC noch nicht gehört habe.

Der Ghostbusters Rap kam übrigens knapp zehn Jahre vor dem Remix von Jason Nevins. Run DMC konnte mit dem Remix also kein großes Problem haben. Die Besucher der Konzerte damals aber eher. Ich erinnere mich noch gut an enttäuschte Besucher der Konzerte, da Run DMC der Meinung war, It’s like that in der Remix-Version zu machen. Was natürlich für einen alteingestandenen Run DMC die Hölle war.

Mark mag noch gute Vibrationen?

Samstag, März 29th, 2008

Eine mögliche Übersetzung für den Begriff funky ist merkwürdig. Und das war es damals auch, als Marky Mark and the funky Bunch auf der Bildfläche erschienen. Es war ziemlich offensichtlich, dass das kein Hip-Hop war, aber versuchte auf den Zug aufzuspringen. Vanilla Ice war damals schon unerträglich und jetzt legte die Industrie nach. Als Bruder eines New Kids on the Block und mit dem entsprechenden Aussehen war es für Marky Mark scheinbar auch nicht so schwer, einen Plattenvertrag zu bekommen.

Nun, insgesamt wäre diese Skurrilität keine große Erwähnung wert. Marky Mark verschwand irgendwann und ich hatte nur wage in Erinnerung, dass da einer es dann als Schauspieler versuchen wollte.

Die Skurrilität wandelte sich jetzt Kuriosität, als ich mal wieder über Marky Mark gestolpert bin und herausfand, was denn eigentlich aus dem Kerl geworden war. Namen sind nicht so meine Stärken. Schon gar nicht von Leuten, die mich nicht interessieren. Geschweige denn die Namen irgendwelcher berühmten Verwandter. Sonst hätte es viel früher geklingelt, dass Marky Mark mittlerweile nur noch als Mark Wahlberg in Erscheinung tritt. Und? Kann sich jemand an einen interessanten Film mit ihm erinnern? Nö. Ich auch nicht. Sieht wie ein roter Faden aus.

Damu The Fudgemunk für lau

Montag, März 17th, 2008

damu-spare-time.jpgAls MySpace-Unaktivist dauert es halt etwas länger, bis die Mühlen mich erreichen. Der nette Mensch Damu The Fudgemunk hat eine nette Sammlung ausgewählter Beats der letzten Jahre zusammengeschnürt und zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt.

Sehr schön ist, dass hier kein Plastik zum Einsatz kommt, sondern es mehr abgeht wie in der sogenannten Goldenen Ära des Hip-Hops. Also mehr was für alte Opas und Crate Digger.

Und wer dann noch nicht genug hat, sollte gleich weiter machen bei seiner Gruppe Ysociety. Da macht es wirklich Spaß, neue Sachen zu hören.

Yuri Lane und seine Harmonica

Sonntag, März 16th, 2008

yurilane.jpg

Vier Jahre sind im Internet eine halbe Ewigkeit. Solange muss es ungefähr her sein, als das Beatbox-Video von Yuri Lane die Runde machte. Da war noch nichts mit YouTube. Das alte Video ist zwar nicht mehr online, allerdings hat es jemand dann doch bei YouTube hochgeladen.

Mittlerweile gibt es sogar eine CD, die ich mir dann mal zu Gemüte geführt habe. Für jemanden, der sich für Beatbox interessiert, ganz interessant, da es kein reines Beatbox-Album ist, sondern etwas über den Tellerrand blickt.

Nur leider muss ich sagen, dass außer der Neuinterpretation seiner Beatbox-Routine von vor vier Jahren kein wirkliches Highlight auf der CD ist. Das Ganze plätschert mir ein bisschen zu viel vor sich hin, was ein bisschen Schade ist. Auf der einen Seite ein Muss, weil es nicht so viele Veröffentlichungen in dem Bereich gibt und auf der anderen Seite nichts, womit man die Oma vom Hocker reißen konnte.

Bitte nicht zu laut: DJ Führerschein

Freitag, März 14th, 2008

Da muss ich mal ganz ehrlich sein. Ich habe keine Ahnung, was ich davon halten soll. Ein Führerschein für DJs. Mal abgesehen von dem platten Namen und dem Versuch, dass sich das hochoffiziell anhören soll. Obwohl der Staat nichts damit zu tun hat.

Auf der einen Seite ist die Idee nicht schlecht. Der, der sich um die Musik kümmert, soll dafür sorgen, dass es nicht zu laut wird. Auf der anderen Seite: Ist es eigentlich wirklich Aufgabe des DJs?

Die Anlage fällt meiner Meinung nach eindeutig in den Bereich des Veranstalters. Das hier nicht immer die Sahnestücke an Geräten stehen, dürfte jeder schon mitbekommen haben. Und das auf den meisten Veranstaltungen meistens auch keiner ist, der von der Technik Ahnung hat, müsste auch schon vielen aufgefallen sein. OK, manchmal ist jemand da, der vielleicht etwas Ahnung hat, dafür allerdings viel mehr als keine Lust.

Der Ansatzpunkt ist ergo der Veranstalter und nicht der DJ. Das über den DJ zu machen ist eine Hintertür, die nicht funktionieren kann. Der Veranstalter bezahlt und bestimmt, was gemacht wird. Das hier der DJ aus Kostengründen auch noch dazu verdonnert wird, sich um die Technik zu kümmern, ist zwar eine Riesensauerei, ist aber leider oft Gang und Gebe. Eine Band kümmert sich normalerweise auch den ganzen Abend nur um die Musik und nicht um die Technik. Dafür ist in der Regel jemand anderes zuständig.

Wenn ich also bedenke, dass die Anlage schrott ist, oder nicht richtig aufgestellt oder bedient wird, dann kann man noch so viele Messgeräte irgendwo hinstellen. Die messen dann sowieso nichts brauchbares. Ganz zu schweigen davon, dass in den meisten Klitschen keine gleichmäßige Beschallung ist.

Wenn man allerdings einen Veranstalter hat, der auf Auflage und Technik Wert legt, für den sollte es ein geringes Problem sein, die Lautstärke auf einem gewissen Level zu fahren. Entweder über einen Techniker oder durch technische Limitierung der Signale.

Und wer glaubt, dass alles so einfach wäre, der hat die wahren Herren über eine Veranstaltung vergessen: Die Besucher. Und bei denen ist es – denke ich – folgendermaßen.

Die, die sich mit Ihrem Gehör auseinander setzen, benutzen sowieso einen Gehörschutz. Und bei einigen Veranstaltungen habe ich im direkten Vergleich sogar das Gefühl gehabt, mit Gehörschutz mehr von der Musik mitzubekommen.

Und die Anderen werden sich leider erst Gedanken machen, wenn das Fiepen nach ein paar Tagen nicht mehr verschwindet oder sie ständig das Gefühl haben, die Lautstärke-Limitierung ihres iPods eingeschaltet zu haben. Aber denen kann geholfen werden: goPod.

Melodyne – Sampeln ohne Träumen

Donnerstag, März 13th, 2008

Ha! Wenn Direct Note Access von Melodyne nur halb so gut ist, dann kann man endlich jedes Sample so benutzen, wie man es sich vorstellt.