Einträge für Oktober, 2008

1 Jahr Cuzzle Mixtapes

Dienstag, Oktober 28th, 2008

Vogelfutter war schon immer bescheiden. Ohne großes Tamtam wird schon mal der erste Geburtstag mit einem neuen Mixtape eingeläutet: Vogelfutt meets Cutwalk. Nach dem ganzen Dancehall mal wieder Hip-Hop. Der erste Eintrag ist zwar erst vom 1. November, aber trotzdem herzlichen Glühstrumpf.

Plattenspieler zum Mitnehmen: Scratchophone

Montag, Oktober 27th, 2008

Scratchophone

Wer sich schon immer geärgert hat, dass er nicht die passende Ausrüstung hatte, um bei seinen Kumpels im Park mitzutrommeln: Diese Zeiten sind vorbei. Das Scratchophone erreicht seinen Endstatus. Ein umgebauter Vestax-Plattenspieler mit Pro-X-Fader im tragbaren Gehäuse.

Im Gegensatz zum QFO sieht es bequemer und bühnentauglicher aus. Das Ding wird es offiziell wahrscheinlich nie zu kaufen geben, aber vielleicht veröffentlicht DJ Fade Wizard ja eine Anleitung zum Selbstbau. Dürfte allerdings etwas aufwendiger sein als ein Billy-Regal.

Mensch gegen Maschine – oder so ähnlich

Sonntag, Oktober 26th, 2008

Q-Bert gegen einen französischen MCs. Den Schluss nicht verpassen, wenn beide die Seiten wechseln.

Via Mail von Tonarm

Kraftwerk und seine Musik-Maschinen

Donnerstag, Oktober 23rd, 2008

Kraftwerk hat wahrscheinlich jede moderne Musikrichtung beeinflusst, was ich eigentlich ziemlich beeindruckend finde. Beeindruckend ist auch, dass Kraftwerk bereits in den Siebzigern komplett auf elektronische Musikerzeuger umgeschwenkt sind, als Dein Vater wahrscheinlich noch mit seiner Klampfe versuchte, die großen Jungs in der Schulband zu beeindrucken.

Sehr spannend finde ich dann, wenn sich jemand die Mühe macht, und zusammenstellt, womit Kraftwerk damals gearbeitet hat. Marco Duarte und Dante De Conti haben sich hingesetzt, und die benutzen Musikinstrumente sortiert nach Jahrzehnten aufgelistet. Ist aber nicht nur eine einfache Liste, sondern es gibt Links zu weiterführenden Informationen oder dem Hersteller der Geräte.

Wer lieber Knöpfen drückt, Regler dreht und schiebt, und sich nicht für den ganzen neumodischen Kram interessiert, der kommt hier auf seine Kosten. Jedenfalls bis so Ender der 90er. Aber da wurde alles nur noch mit Computer gemacht.

Kraftwerk Setup

Damu streift durch New York

Mittwoch, Oktober 22nd, 2008

Große Konzerte? Wozu. MPC an eine Box und los gehts. Damu The Fudgemunk machts vor. Macht er scheinbar schon den ganzen Oktober.

Wie steuert man als DJ heute?

Dienstag, Oktober 21st, 2008

So, immernoch am schauen, was denn so getrieben wird im Bereich alternative Steuerungsgeräte für DJs. Scheinbar gibt es immer einen Schub an neuen Ideen, wenn ein neues Gerät herauskommt, was man missbrauchen kann, und dann ebbt es ein bisschen ab.

Hatte mich ja gefragt, was mit der Wii vielleicht möglich wäre. Folgendes verbuche ich unter der Kategorie interessant, aber hat mich dann doch nicht so neugierig gemacht.

Wer mehr wissen will, findet weitere Informationen dazu auf DJ Wiij. Da werden die Funktionen ausführlicher beschrieben. Ist mir aber etwas zuviel Computerspiel. Und da ich die schon in den 80ern gespielt habe, eben Old School. Das Tastendrücken verschiebt sich irgendwie nur auf den Controller und die Bewegungssensoren werden kaum genutzt. Aber vielleicht bewerte ich die Möglichkeiten von Bewegungssensoren über.

Was dann eher so in die Richtung meiner Vorstellung mit Gesten geht, ist folgendes.

Man macht Bewegungen mit der Hand und das System wertet alles aus und setzt es um. Man könnte zum Beispiel einen Haupttakt mit dem Fuß vorgeben und die verschiedenen Tempi werden vom System angepasst. Oder man legt sich Jingles in die Luft und spielt diese mit Handbewegung ein. Oder man spielt gleich mit einem Luft-Drumcomputer. Man könnte das Ganze natürlich auch mit Sprachsteuerung verbinden. Gibt, denke ich, noch einiges an Möglichkeiten. Die Maschinen würden wieder etwas mehr in den Hintergrund treten und das Ganze wäre wahrscheinlich etwas intuitiver und würde auch nicht mehr so kompliziert wirken, wie es heutzutage einfach ist. Aber Minority Report ist noch etwas entfernt.

Hip-Hop-Magazin Fund

Sonntag, Oktober 19th, 2008

The Find Issue OneEin Magazin ist etwas ganz eigenes. Trotz Internet gibt es immer noch Menschen, die ein Magazin aus dem Boden stampfen. Einfach, weil eine normale Internetseite dieses Magazin-Gefühl schwer vermitteln kann. Ein Magazin, welches es dann nur im Internet als PDF gibt, erreicht zwar nicht ganz dieses Gefühl, aber es wird meiner Meinung nach besser diese Einheit erreicht. Und man hat mehr Zeit zu experimentieren, bevor die Herstellungs- und Vertriebskosten das meistens nicht existierende Geld auffressen. Was für den Leser auch wieder von Vorteil ist, da der Inhalt nicht ganz so stark von kommerziellen Interessen bestimmt wird.

The Find ist so ein Magazin und ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ding entwickelt. Zum Beispiel das Layout. Das wirkt ein bisschen wie ein Hybrid. Nicht wirklich Magazin-Layout, aber auch nicht so wirklich zum Bildschirm lesen geeignet. Ist allerdings bei der Bandbreite an Bildschirmauflösungen heutzutage auch nicht so einfach.

Vom Inhalt her wird eine Mischung aus bekannten Namen, weniger bekannten Namen und unbekannten Namen versucht. Neben aktuellen Themen, gibt es natürlich auch historisches, auf neudeutsch Old-School. Es gibt sogar eine Rubrik „Ausländischer Hip-Hop“. Logisch, sind ja alles Amis – Nord oder Süd? –, die das Magazin machen. Schmunzeln musste ich beim Titel „Internationales Interview“. Da musste der Kanadier Shad herhalten. Wäre ungefähr so, wie wenn ich unter dem Titel jemand aus Österreich interviewen würde.

Jedenfalls habe ich jetzt ein paar neue Namen, von denen ich mir mal die Musik zu Gemüte führen werde. Mal sehen, wie es weiter geht.

Here We Come-Dokumentation

Samstag, Oktober 18th, 2008

Jeder müsste es ja mittlerweile wissen, dass das ZDF diesen Monat beim kleinen Fernsehspiel Hip-Hop als Thema hat. Letzten Montag war Wild Style dran. Englisch mit Untertiteln. Deutsch wäre auch einfach zu schön zum sampeln gewesen. Immerhin war es die Version, in der Grandmaster Flash Take Me To The Mardi Gras spielt und nicht die etwas befremdliche DVD-Version.

Diesen Montag kommt Here We Come, eine Dokumentation über Hip-Hop in der DDR. Das Thema an sich fand ich so interessant, dass ich mal ein bisschen zu der Dokumentation gestöbert hab. Dabei herausgekommen ist dann, dass ich mir die DVD besorgt habe. Natürlich mit Bonus-Material und Soundtrack.

Als kleine Vorwarnung für alle: Der Film ist eine Dokumentation. Wer Unterhaltung will, der findet die hier wahrscheinlich nicht. Manchmal wirken manche Sachen aus heutiger Sicht und vielleicht auch mit den Blick eines Wessis unfreiwillig komisch. Aber Loidz, selbst im Westen war vieles nicht besser. Die Achtziger waren wirklich so und ich finde es spannend, dass da drüben sich vieles ähnlich entwickelt hat. Das Herausfinden, wie gekratzt wird, Beatbasteln mit Kassettenrekordern und improvisierten Maschinen und Einspielungen. Das Nachmachen von den verrückten Bewegungen. Der Versuch die Schriftzüge und Bilder zu malen.

Und über allem schwebt, dass man keine Ahnung hat, wie es geht, aber man so beeindruckt ist etwas gefunden zu haben, mit dem man sich ausdrücken kann, dass man einfach nicht anders kann. Hat das irgendeiner in den 90ern oder 00ern noch so erleben können?

Im Endeffekt bin ich eigentlich froh, die Version mit den Bonus-Material zu haben. Es ergibt sich ein wesentlich detaillierteres Bild als die Dokumentation alleine, die erst einmal für mich nicht in die Pötte kam. Alleine der Teil, bei dem nochmal die Wichtigkeit von Beat Street hervorgehoben wird, der scheinbar der einzige zugelassen Hip-Hop-Film in der DDR war. Beat Street hat für mich nie eine wirkliche Bedeutung gehabt. Wild Style war unerreichbar. Beat Street halt kommerziell. Das Beat Street so viel ins Rollen brachte, lässt mich den Film dann doch wieder etwas anders betrachten und ich werde ihn mir nach so vielen Jahren dann doch mal wieder anschauen. Vielleicht kann ich ja dann ein kleines bisschen mit den Fachleuten mitreden. Das Einzige woran ich mich erinnere ist, dass mir Santa’s Rap im Film besser gefallen hat als auf Platte.

DJs zurück ins Mittelalter

Freitag, Oktober 17th, 2008

Wenn man sie damit beschäftigt, wie in Zukunft die Bedienung von Musik aussehen könnte, dann kommen solche Ankündigungen erst einmal gar nicht bei einem an. NI hat Traktor mit neuen Features aufgepumpt und schickt Richie Hawtin und Grandmaster Flash zum Werbung machen ins rennen. Serato zieht nach und kündigt eine Zusammenarbeit mit Ableton an.

Mag sein, dass das jetzt jemand falsch versteht, aber das sich soviel an der Bedienung der Software ändert, kann ich mir nicht vorstellen. OK, ich habe sie noch nicht selbst benutzten können, und sie wird bestimmt einige Schritte vereinfachen. Aber ignoriert man mal das tolle Marketinggeplänkel und denkt man mal darüber nach, darf sich gar nicht viel in der Bedienung ändern. Hier geht es um Produktpflege. Alles was wirklich revolutionär wäre, würde die bestehende Nutzerbasis erst einmal vor den Kopf hauen.

C64-Musik als MP3

Mittwoch, Oktober 15th, 2008

Auch wenn ich mich immer noch mit alternativen Steuerungsmöglichkeiten beschäftige, hier mal was ganz anderes.

1982 brachte eine Firma die Commodore hieß, einen Computer mit der Zahl 64 auf den Markt. Dieser wurde der Einfachheit halber C64 genannt. Dieses aus heutiger technischer Sicht unspektakuläre Gerät hatte einen kleinen Chip eingebaut, dessen Audio-Fähigkeiten exterm beschränkt waren. Nichts destotrotz gelang es kreativen Programmieren, diesem Gerät nicht nur faszinierende Geräusche zu entlocken, sondern auch beeindruckende Kompositionen mit nur drei Soundgeneratoren zu erzeugen. Die Ultimative Sammlung dieser sogenannte SID-Musik – SID war der Name des Soundchips – gibt es auf HVSC.

Diese Musik kann man sich auf fast jedem System heutzutage mit entsprechenden Programmen anhören. Was allerdings nicht unbedingt hundertprozentig dem Original gleich kommt. Einen analogen Sound-Chip zu emulieren ist nicht so einfach.

Damit konnte sich jemand überhaupt nicht abfinden und hat sich hingesetzt, die gesammte HVSC-Sammlung als MP3 von einem C64 zu überspielen. Da es von dem SID verschiedene Versionen gibt, hat er die ganze Prozedur für jede Chipversion gemacht. Das bisherige Ergebnis sind 150714 MP3-Dateien. Und wie er überhaupt diesen Wahnsinn gehandhabt hat, beschreibt er in Text und Bild auf der FAQ-Seite des Projektes.

Via Mail von gfk