Einträge für Januar, 2010

Lesen für die Ohren

Sonntag, Januar 31st, 2010

Jeder der sich ein bisschen mit Musik und deren Klang und Wiedergabe beschäftigt, muss sich irgendwann mit dem Thema digital und analog auseinander setzen. Dabei stolpert man über so tolle Sachen wie Komprimierung beim Mastern und Komprimierung von digitalen Formaten. Ersteres ist teilweise sehr nervig, wenn man mit einem lauten Soundbrei arbeiten muss, der zwar laut ist, aber keine Dynamik mehr hat. Hier wird in absehbarer Zeit wohl nicht so viel passieren. Jeder will mit seinem Handy lauter sein als der Andere.

Die Komprimierung beim digitalen Formaten ist eine zweite Sache, die Einfluss auf den Klang nimmt. Aufgrund der Preisentwicklung für Speicher und die schneller werdenden Internetverbindungen, kann man hier mit geringeren Komprimierungen arbeiten, die den Klang nicht ganz so vergewaltigen. Hier kann man sich natürlich über die Einstellungen etc. streiten. Will ich aber nicht.

Beim Aufräumen bin ich wieder über einen Artikel vom letzten Jahr aus der Professional Audio gestolpert. Mittlerweile bin ich ja so geeicht, dass ich bei Komprimierung bei digitalen Formaten nur noch an digitale Verfahren wie MP3 oder Flac denke. Ganz verdrängt habe ich, dass beim Wandeln von Analog in Digital streng genommen auch schon eine Komprimierung statt findet. Plump gesagt, analoge Signale sind unendlich und digitale endlich. Da muss einfach etwas wegfallen, wenn man wandelt, um der unendlichen Flut an Daten Herr zu werden. Eine 1:1 Kopie ist nämlich eigentlich nicht möglich.

Ein Versuch, dieses Desaster ein bisschen zu begreifen, und was in diesem Bereich beim Arbeiten vielleicht sinnvoll ist, versucht der Artikel von Ralf Koschinke von Acousence, welchen man dort in der ursprünglichen Form herunterladen kann. Aber Achtung: Nichts zum Drüberfliegen, sondern gestandene Nachmittagslektüre.