Virtuelles Vinyl bis zum Abwinken

Nachdem ich über XWax gestolpert bin, habe ich noch ein bisschen weiter gestöbert. Die Auswahl an Systemen für virtuelles Vinyl ist mittlerweile schon fast unübersichtlich. Hier mal eine Zusammenstellung, was ich so gefunden habe.

Final Scratch

War das erste Systeme dieser Art und machte sich am Anfang keinen guten Ruf aufgrund von Stabilitätsproblemen. Benutzt Traktor als Software. Mittlerweile scheint Stanton darauf zu setzen, das System unabhängig von der Software zu machen. Siehe FinalScratch Open.

Scratch Live

Die bekannte Alternative zu Final Scratch von Rane Serato, welche sich einen guten Ruf bezüglich Stabilität und Bedienung gemacht hat. Das Audio-Interface ist unter Windows mittlerweile auch von anderen Programmen nutzbar. Unter Mac OS X leider noch nicht. Die Philosophie unterscheidet sich etwas von den anderen Programmen, da hier nicht auf Funktionen bis zum Abwinken gesetzt wird, was die Software der anderen Lösungen oft etwas unübersichtlicher aussehen lässt.

Torq

Die Antwort von M-Audio zu diesem Thema. Die kleine Variante ist preislich unter den beiden Platzhirschen und mit enorm vielen Funktionen.

Traktor Scratch

Was da genau zwischen Native Instruments und Stanton lief, kann ich nicht sagen. Aber die Folge ist scheinbar, dass Native Instruments Ihre Traktor-Software mit einem eigenen Audio-Interface anbietet.

MsPinky

Software-Lösung mit eigenen Steuerungplatten. Unabhängig vom Audio-Interface/Soundkarte. Wer sich für ein günstiges System mit pinkfarbenen Platten interessiert, sollte sich das mal anschauen. Besonderheit dieses System ist, dass es ohne Probleme durch die offene Software-Schnittstelle von Dritten erweiterbar ist.

Numark Virtual Vinyl

Ein Kompletsystem mit Audio-Interface, Software und Steuerungsplatten von Numark. Nur Windows. Wird unter anderem damit beworben, dass man damit nicht nur MP3s, sondern auch Videos steuern kann. Was man mit MsPinky übrigens auch machen kann.

DigiScratch

Kann zwar mit eigenen Audio-Interface gekauft werden, ist aber nicht an dieses gebunden. Wenn man also schon etwas brauchbares hat, kann man so etwas Geld sparen. Ich will mal hoffen, dass die Software nicht so grauslig ist wie die Homepage. Ach ja, nur für Windows.

Quad

Günstige Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Testversion zum Herunterladen. Nur Windows.

MixVibes

Software mit eigenem Steuerungsplatten. Nichts außergewöhnliches aufgefallen. Nur Windows.

Deckadance

So wie es aussieht die ultimative Software-Lösung schlechthin. Aus der selben Schmiede wie FL Studio. Läuft angeblich mit so ziemlich allen existierenden Steuerungsplatten andere Hersteller. Läuft als eigenständiges Programm oder als VSTi-Plugin. Nur Windows.

VirtualDJ

Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Unabhängig von Audio-Interface/Soundkarte. Testversion zum Herunterladen

PCDJ Scratch

Software-Lösung mit eigenen Steuerungsplatten. Unabhängig von Audio-Interface/Soundkarte. Nur Windows.

djDecks

Reine Software-Lösung, welche scheinbar mit fast allen Systemen zusammen arbeitet, egal ob FinalScratch, ScratchLive oder MsPinky. Eine Testversion gibt es zum Herunterladen. Nur Windows.

XWax

Der Vollständigkeit halber nochmal. Läuft nur unter Linux. Könnte theoretisch auch auf andere Systeme portiert werden, da der Quelltext vorliegt. Benutzt ScratchLive-Platten und läuft mit jedem Audio-Interface oder Soundkarte, die man unter Linux zum Laufen bekommt.

Digital-Scratch

Ebenfalls Freie Software mit Quelltext und läuft momentan nur unter Linux. Benutzt allerdings FinalScratch-Platten.

Wie man sehen kann, ist jemand der das für ihn perfekte System sucht, mittlerweile lange beschäftigt.

5 Kommentare zu “Virtuelles Vinyl bis zum Abwinken”

  1. doodiealacasa schrieb:

    also das beste system ist ja wohl mixvibes, weiss doch eigentlich jeder!

  2. djchryzis schrieb:

    nee, xwax ist ein geniales system, läuft auf meiner onboardsounkarte mit unmerkbarer latenz

  3. Mulo Schabing schrieb:

    Schon mal die Latenz gemessen? Unmerkbar ist doch etwas subjektiv :o) Wobei ich Linux nicht absprechen mag, dass es auf 4ms Sekunden oder so kommen kann. Die Tuningmöglichkeiten sind hier ja schier unendlich.

  4. djchryzis schrieb:

    seitdem ich es nun mit dem xwaxMac-Port von Tom Blench (blench.org) am laufen habe fahre ich gut mit 64 samples
    also 1,5ms wenn ich nicht falsch gerechnet habe ;)

  5. Mulo Schabing schrieb:

    1,5ms? Das kann ich mir mit guten Willen nur mit dem integrierten Audioanschluss eines Macs vorstellen. Du benutzt hier kein externes USB-Interface, oder?

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