Einträge für Kategorie ‘Musik’

Soundtrack für Heimkehrer

Freitag, Juli 31st, 2009

Warum auch immer, im Urlaub steht die Zeit nicht still. Was oft ganz hilfreich wäre. Der Kultur- und Zeitschock lässt sich ein bisschen mildern mit entspannter Musik. Einen ruhigen Mix habe ich beim Nachholen bei Hulk Hodn gefunden: Hulkhodn – BBQ Edit. Querbeet und interessante Sachen dabei.

Herr von Grau ist nicht am Tanzen

Mittwoch, März 18th, 2009

Eine sehr stimmige Sache. Ein Text, der schnurstracks direkt auf das Thema Tanzen im Refrain hinarbeitet. Und dann keine hüpfenden Hühner oder ähnliches. Da bin ich ja mal auf die Scheibe von Herrn von Grau im April gespannt.

(Via Herr Merkt)

Damu machts wieder

Mittwoch, August 6th, 2008

damu-spare-time.jpgDank der vielen Arbeit momentan habe ich das ganz verpennt. Doch dank dem Dirk, der dann an mich denkt, pumpt jetzt Damus neue kostenlose Instrumental-Scheibe hier.

Mit dabei auch zwei Videos. Eins im Washington Square Park, wie Damu live Beats bastelt und ein wirklich gut zur Musik passendes mit Foto-Kollage.

Besonders  Für jemanden, der Spaß an samplelastiger Hip-Hop-Musik mit dem Schuß Damals hat, eigentlich genau das Richtige. Da kommt man gar nicht zum Arbeiten…

Viele langweilige Lieder am Horizont

Mittwoch, April 9th, 2008

Die Demokratisierung der Musik geht weiter. Von der technischen Seite her gesehen kostet es heutzutage nicht mehr die Welt, Musik mit einer vernünftigen Qualität zu produzieren. Die meisten Musikprogramme bringen sogar soviele vorgefertigte Sachen mit, dass man sich noch nicht einmal unbedingt Gedanken um Rhytmus, Klänge oder ähnliches machen muss. Ein bisschen herumklicken und man bekommt vorgegaukelt, Bob Power würde vor der Mattscheibe sitzen.

Ohne Zweifel gibt jedes neues Hilfsmittel auch neue Möglichkeiten. Interessant sind solche Projekte wie MySong von Microsoft auf jeden Fall. Und das die Zahl der langweiligen Lieder und selbstüberzeugten Musiker zunehmen wird, dürfte wahrscheinlich auch sicher sein.

Der Zwiespalt mit Run DMC

Montag, März 31st, 2008

Während in Deutschland die sogenannte Hip-Hop-Prominenz schon mal in den Jungle geht um sich lächerlich zu machen, nutzten Run DMC ihren Erfolg auch, um positiven Einfluss zu nehmen:

Reading Rainbow war eine Fernsehsendung, die das Lesen unter Kindern fördern wollte und die Anpassungsfähigkeit von Run DMC finde ich in diesem Fall schon interessant.

Wie aber mit vielen Größen des Hip-Hops, welche Meilensteine gelegt haben – und Run DMC hat bewiesenermaßen etwas verändert im Hip-Hop -, ist es irgendwie so, dass irgendwann mal hätte einer sagen sollen: Bis hier hin und nicht weiter. Meiner Meinung nach wäre Tougher Than Leather ein guter Abgang gewesen.

Während die Anpassungsfähigkeit von Run DMC im oberen Fall nach interessant ist, ist diese im Folgenden eher erschreckend.

Mit Electro habe ich an sich kein Problem, nur passt es irgendwie nicht. Hier habe ich irgendwie ein Problem mit der Kommerzialität und bin froh, dass ich den Wrestling Rap von Run DMC noch nicht gehört habe.

Der Ghostbusters Rap kam übrigens knapp zehn Jahre vor dem Remix von Jason Nevins. Run DMC konnte mit dem Remix also kein großes Problem haben. Die Besucher der Konzerte damals aber eher. Ich erinnere mich noch gut an enttäuschte Besucher der Konzerte, da Run DMC der Meinung war, It’s like that in der Remix-Version zu machen. Was natürlich für einen alteingestandenen Run DMC die Hölle war.

Yuri Lane und seine Harmonica

Sonntag, März 16th, 2008

yurilane.jpg

Vier Jahre sind im Internet eine halbe Ewigkeit. Solange muss es ungefähr her sein, als das Beatbox-Video von Yuri Lane die Runde machte. Da war noch nichts mit YouTube. Das alte Video ist zwar nicht mehr online, allerdings hat es jemand dann doch bei YouTube hochgeladen.

Mittlerweile gibt es sogar eine CD, die ich mir dann mal zu Gemüte geführt habe. Für jemanden, der sich für Beatbox interessiert, ganz interessant, da es kein reines Beatbox-Album ist, sondern etwas über den Tellerrand blickt.

Nur leider muss ich sagen, dass außer der Neuinterpretation seiner Beatbox-Routine von vor vier Jahren kein wirkliches Highlight auf der CD ist. Das Ganze plätschert mir ein bisschen zu viel vor sich hin, was ein bisschen Schade ist. Auf der einen Seite ein Muss, weil es nicht so viele Veröffentlichungen in dem Bereich gibt und auf der anderen Seite nichts, womit man die Oma vom Hocker reißen konnte.

Melodyne – Sampeln ohne Träumen

Donnerstag, März 13th, 2008

Ha! Wenn Direct Note Access von Melodyne nur halb so gut ist, dann kann man endlich jedes Sample so benutzen, wie man es sich vorstellt.

Die Vögel fliegen wieder

Donnerstag, Dezember 27th, 2007

Dachstube - Check das, Du VogelZu Weihnachten flog die neue CD von der Dachstube hier ein: Check das, Du Vogel. Da alte Säcke immer das Bedürfnis haben, Geschenke zu bewerten, komme ich da wohl nicht herum, hier meinen Senf abzulassen. Außerdem tut Werbung den Jungs ja immer gut.

Wie so oft, beschleicht mich das Phenomän, dass es das zweite Album sehr schwer hat gegen das Debut. In der Regel fehlt mir das Ungeschliffene und Unbefangene, die Leichtigkeit, was ich auch an den eigenen Sachen sehe.

Zu dem ist die neue Scheibe schon anders als die Erste. Evolution nennt man das, soweit ich mich erinnere. Warum sollte man auch alle Platten so machen, wie die Rolling Stones? Warum immer das Gleiche? Nur damit man hier fünf Mikrofone abstaubt? Ach nee, das war woanders.

Was ich suche auf der Platte, wäre ein Lieblingslied oder etwas, was einen zum Schmunzeln bringt. Oder meinen Kopf zum Nicken. Was bei den Geschwindigkeiten der Musik für mein Alter allerdings etwas schwer ist.

Natürlich ist das höchst subjektiv, dass ich auf der alten Platte mehr für mich finde. Denn schlecht ist die Neue nicht. Über gute und schlechte Musik kann man nicht streiten. Nur ob sie schön ist. Und da falle ich zufälligeweise wohl nicht in die Zielgruppe.

Die Beats sind mit viel Liebe gemacht, und man merkt, dass da einer Gedanken reingesteckt und sich weiterentwickelt hat. Von den Texten her gibt es keine Überraschungen, eher das der Sprechgesang jetzt mehr im Takt ist. Da hat der Herr Somminger einfach weiter gemacht, wo er aufgehört hatte. Ach ja, der Herr Feng tritt auch mal an das Mikrofon und sorgt für ein bisschen Abwechslung, was der Platte ganz gut tut.

Insgesamt wirkt die Platte auf mich kommerzieller, selbst wenn ich den Gesang weglasse. Liegt auch ein bisschen an der Mischung, bei der ich ein bisschen das Warme suche. Zu dem wirkt alles etwas sehr glatt. Wenn man den ganzen Tag Siebziger hört, hat man mit modernen CDs halt so sein Problem.

Trotzdem danke für die Scheibe, Jungs. Einerseits für den Gegenpol zu dem momentanen Müll und andererseits, dass ihr weitermacht. Bin gespannt, ob und wann ihr eine Neue macht. Nach so vielen Jahren setzt ja meistens erst einmal die Müdigkeit ein.

Oscar Peterson

Dienstag, Dezember 25th, 2007

Ein großer Jazz-Komponist und – Pianist ist gestorben: Oscar Peterson. Seine Homepage gibt zwar bis jetzt noch keine Auskunft, aber einige Zeitungen berichten mittlerweile darüber. Im Gegensatz zu James Brown – der letztes Weihnachten gestorben ist – dürfte sein Einfluss auf moderne Musik für viele nicht so offensichtlich sein. Da hilft eigentlich nur, sich durch sein Werk zu hören und sich überraschen zu lassen, wie viele bekannte Melodien dort auftauchen werden.

Herbie rockt es!

Donnerstag, November 29th, 2007

Es macht immer wieder Spaß, sich mir der Musik von Herbie Hancock zu beschäftigen. Als ich in den 80ern das erste Mal Rockit sah, wusste ich noch nicht, welchen weiten Weg er eigentlich schon hinter sich hatte.

Als ich die Platte dann in einem Plattenladen fand, nahm ich sie gleich mit. Konnte einfach nicht anders.

Grandmixer DST fügte damals die Kratzer so gut in das Lied, das man den Plattenspieler wie ein unterstützendes Instrument wahrnahm. Und davon kann der Großteil der heutigen Turntablisten immer noch etwas lernen.

Was ich damals noch nicht wusste war, dass Herbie Hancock eigentlich aus dem Jazz kommt. Nicht nur das. Er hatte schon so beeinflussende Platten wie die von den Headhunters auf dem Buckel, die später kräftig gesampelt wurden und viele Gruppen beeinflussten. Wer seine Discography durchwühlt, der wird noch andere wichtige Platten und Lieder finden. Und das ist dabei interessant. Er hat nicht nur selbst früh mit Sampeln experimentiert, sondern sich auch selbst von anderen Musikern beeinflussen lassen und andere Genres ausprobiert.

Auch beeindruckend ist seine Interesse an neuen Techniken und sein versuch, diese einzusetzen. Wer die Videos noch nicht kennt: Hier sitzt er mit Quincy Jones zusammen und zeigt ihm seinen damaligen Arbeitsraum:

Und zu Schade zur Sesamstraße zu gehen war er sich auch nicht:

Das muss damals wie die dritte Begegnung für die Kinder gewesen sein. Jemand nimmt Deine Stimme und macht mit ihr, was er will.