Ein Magazin ist etwas ganz eigenes. Trotz Internet gibt es immer noch Menschen, die ein Magazin aus dem Boden stampfen. Einfach, weil eine normale Internetseite dieses Magazin-Gefühl schwer vermitteln kann. Ein Magazin, welches es dann nur im Internet als PDF gibt, erreicht zwar nicht ganz dieses Gefühl, aber es wird meiner Meinung nach besser diese Einheit erreicht. Und man hat mehr Zeit zu experimentieren, bevor die Herstellungs- und Vertriebskosten das meistens nicht existierende Geld auffressen. Was für den Leser auch wieder von Vorteil ist, da der Inhalt nicht ganz so stark von kommerziellen Interessen bestimmt wird.
The Find ist so ein Magazin und ich bin wirklich gespannt, wie sich das Ding entwickelt. Zum Beispiel das Layout. Das wirkt ein bisschen wie ein Hybrid. Nicht wirklich Magazin-Layout, aber auch nicht so wirklich zum Bildschirm lesen geeignet. Ist allerdings bei der Bandbreite an Bildschirmauflösungen heutzutage auch nicht so einfach.
Vom Inhalt her wird eine Mischung aus bekannten Namen, weniger bekannten Namen und unbekannten Namen versucht. Neben aktuellen Themen, gibt es natürlich auch historisches, auf neudeutsch Old-School. Es gibt sogar eine Rubrik „Ausländischer Hip-Hop“. Logisch, sind ja alles Amis – Nord oder Süd? –, die das Magazin machen. Schmunzeln musste ich beim Titel „Internationales Interview“. Da musste der Kanadier Shad herhalten. Wäre ungefähr so, wie wenn ich unter dem Titel jemand aus Österreich interviewen würde.
Jedenfalls habe ich jetzt ein paar neue Namen, von denen ich mir mal die Musik zu Gemüte führen werde. Mal sehen, wie es weiter geht.