
Normalerweise denkt man ja, dass Werbung auffallen muss, um auch wahr genommen zu werden. Das ist allerdings schon lange nicht mehr so. Beispiel Schleichwerbung bei Wetten Dass oder in diversen Hollywood-Filmen, in denen – oh Wunder – die Guten oft einen Mac benutzen.
Das Zauberwort heißt schon seit längeren Mehrwert. Krombacher rettet 1m² Urwald für jeden Kasten Bier. Da fällt es doch gleich einfacher, sich die Hirnzellen wegzuballern. Dass der beste Umweltschutz meistens der ist, wo Resourcen geschont werden, darüber kann man natürlich streiten. Wer bezahlt schon Krombacher dafür, dass die ihre Herstellung einstellen? Keiner. Aber dafür, dass die Ihre Kohle in der Welt gut anlegen.
Dieser Mehrwert zieht sich durch alle Branchen. Glaubt wirklich jemand, dass die Krankenkasse ganz selbstlos ein Kundenmagazin herausbringt?
Richtig gut gelöst mit dem Mehrwert hat das HHV. Kataloge fliegen bei mir in der Regel ungelesen in den Mülleimer. Einen Katalog, der als Magazin daher kommt, schaut man sich dann doch mal an. Der Magazinteil macht einen ordentlichen Eindruck. Die Themenwahl ist sogar interessant. Kein Bling, Bling oder ähnliches Gehabe. Also mal was positives. Auch wenn der Shop letztens bei mir nicht so gut abgeschnitten hat, was sich interessanterweise geändert hat. Die Volltextsuche ist zur Zeit angenehm schnell und der ganze Trackingcode ist raus.
Auch wenn ich nicht bis zum Katalogteil gekommen bin, den gewollten Effekt hat HHV erzielt. Sie haben sich in Erinnerung gerufen, mir gezeigt, dass sie Ahnung haben und das Ganze ist bisher nicht im Mülleimer gelandet. Hier hat also die Mehrwertsache ganz gut funktioniert. Ich bekomme Informationen zu Themen, die mich interessieren und die sagen mir, dass es sie auch noch gibt und wo ich denn die tollen Gruppen kaufen könnte, über die sie schreiben. Ob ich das dann wirklich tue, ist eine ganze andere Sache.
Und wenn es vielleicht ungewohnt ist, mal etwas positives zu lesen, nein, ich werde nicht für diesen Artikel bezahlt.