Einträge für Kategorie ‘Offline’

Wozu noch die Musikmesse?

Dienstag, Januar 29th, 2008

Skratchworx hat ja so einiges schon von der NAMM diesen Jahres berichtet. Nachdem ich mal etwas Zeit hatte, mich mal ein bisschen da durch zu wühlen, würde ich zwar sagen, dass es ein paar interessante Neuigkeiten gibt, allerdings nicht so vom Hocker reisend, dass ich auf die Musikmesse fahren würde, um mir die Sachen in echt anzuschauen.

Sofern ich mich allerdings doch zu einem neuen Crossfader demnächst genötigt fühlen sollte, würde ich den Innofader in Betracht ziehen:

Stutzig macht mich nur, dass deren Internetseite nicht funktioniert. Sieht nach einer schlechten Zeitplanung aus.

Musicbon: Digitaler Musikeinkauf mit haptischen Erlebnis?

Freitag, Januar 25th, 2008

Ab heute gibt es bezüglich digitalen Vertriebes von Musik mal wieder einen neuen Versuch: Musicbon. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe es nicht ausprobiert. Und so wie sich das Ganze anhört, werde ich das auch nicht machen.

Ein paar Details, wie sich das Sony BMG so vorstellt. Der liebe Käufer geht in den Laden, kauft einen Musicbon, natürlich in der Aufmachung des Künstlers, rennt nach Hause und lädt mit einer Zahlenkombination, die auf dem Musicbon steht, sich die MP3s auf seinen Rechner und darf dann damit machen, was er will. Er kann die Dateien auf seinen Rechnern zu Hause herumkopieren, auf sein portables Musikabspielgerät ablegen oder auch auf CD brennen. Wenn dann allerdings unter So geht’s bei Punkt 4.3.1 steht, dass die Anzahl dieser Brenn- und Kopiervorgänge durch die Labels vorgegeben wird, dann verwundert das doch irgendwie. MP3s ohne digitales Rechtemanagement und trotzdem eine Einschränkung? Steht das dann auch während des Kaufes auf dem Musicbon drauf? Der Punkt 4.3.2 lässt dann auch irgendwie darauf schließen, dass der Text sehr früh geschrieben wurde, wahrscheinlich, bevor MP3s in Betracht ohne Kopierschutz bezogen wurde. Aber natürlich alles nur Spekulation.

Wer jetzt loszieht, der wird es erst einmal schwer haben, einen Musicbon zu finden. Bisher macht nur Saturn bei diesem Versuch mit. Klar, andere Händler folgen. Irgendwann. Und außer einer Handvoll Alben gibt es natürlich erst einmal nichts. Selbstverständlich nur bekannte Mainstream-Sachen. Die beste Voraussetzungen also, um mit der Sache Erfolg zu haben.

Insgesamt hört sich das nach viel Arbeit für den Kunden an. Da ich bezweifel, dass die Musicbons wirklich irgendwie brauchbar sind als Ersatz für CDs, stellt sich natürlich die Frage, warum man so etwas machen sollte?

Einen Vorteil hat dieses System: Der Käufer kann anonymer bleiben als bei den anderen Download-Diensten. Sofern er sich nicht doch dafür entscheidet, sich ein Benutzerkonto einzurichten um seine gekaufte Musik aus dem Internet streamen zu können. Dann ist das Ganze natürlich wieder hinfällig. Allerdings wird der Punkt der Anonymität den Meisten ziemlich egal sein.

Um das eigene System nicht zu unterwandern, wurde natürlich keine Möglichkeit geschaffen, direkt online zu kaufen. Nein. Man kann sich die Sachen zwar online anhören. Allerdings muss man dann in den nächsten Laden fahren, der Musicbons hat, um sich dort die Berechtigung zum Herunterladen zu kaufen. Super Sache. Wer bitte macht so etwas? Selbst wenn ich ein paar Euro sparen kann, der Vorteil ist dann irgendwie im Nu im Nirvana. Also hätte man sich das Vorhören eigentlich sparen können.

Es ist also nicht verwunderlich, dass ich dem Ganzen nicht viel abgewinnen kann. Der einzig interessante Punkt ist wirklich die Möglichkeit der Anonymität. Mir fällt jedenfalls gerade kein Dienst ein, der einem das ermöglichen würde. Alles andere ist ein nett gemeinter Versuch, die reale Einkaufswelt mit der virtuellen Einkaufswelt zu verbinden. Da sollte Sony eher hingehen und jedem Käufer einer CD die Möglichkeit einräumen, die Musik auch digital herunterzuladen. Weil eigentlich sehe ich das so: Man käuft die Nutzungsrechte an der Musik. Welches Medium man dann letztendlich benutzt, sollte eigentlich egal sein. OK, ob Nutzungsrechte jetzt juristisch gesehen der richtige Ausdruck ist, sei mal dahingestellt. Wenn man Musik zum Hören kauft, will man halt nicht eingeschränkt werden.

Eine CD, Baby!

Freitag, Januar 11th, 2008

Knapp zwei Wochen hat es gedauert, bis eine Bestellung von CD Baby da war, aber immerhin pünktlich zum Wochenende. Der Großteil der Zeit hat die CD unterwegs und beim Zoll verbracht. Versand wurde die innerhalb eines halben Tages. Im Großen und Ganzen also zu empfehlen und Porto ist im Vergleich zu anderen Bestellungen aus den USA wirklich erträglich gewesen.

Bei der Bestellung ist mir dann mal wieder ein Nachteil von Digipaks und solchen plastiklosen Verpackungen aufgefallen. Die können zwar nicht kaputt gehen wie Plastikhüllen, allerdings kommen die Dinger doch etwas gequetscht an. Da bräuchte es dann doch so eine Verpackung wie bei Amazon, die etwas stabiler ist.

So. Ich bin jetzt erst einmal beschäftigt.

Hip-Hop und der Mainstream

Freitag, Dezember 28th, 2007

Hip-Hop-HausNachdem sich Hip-Hop in den letzten zehn Jahren eigentlich überall durchgesetzt hat – bei McDonalds gabs ja schon öfters Hip-Hop zu kaufen -, werden jetzt die wirklich letzten noch weißen Flecken erschlossen. Das Hip-Hop-Haus hatte ich schon wieder ganz vergessen und beim Aufräumen wiedergefunden. Wäre es nicht so spät, würde ich mal anrufen und fragen, mit welchen Extras es das Haus gibt. Zum Beispiel die brennenden Mülltonnen vor der Tür sind im Winter sehr praktisch. Oder der Kühlschrank voll Forties für die vielen wilden Parties.

Software-Update 1.8 für Rane Serato Scratch Live

Dienstag, Dezember 11th, 2007

Und wieder ein Update für alle Scratch Live Benutzer. Neben dem Offline-Player – warum es den erst jetzt gibt, ist mir ein Rätsel – ist der neue Relative Modus interessant. War für mich ein Grund, schon die Beta-Version der 1.8 auszuprobieren. Funktioniert hier ganz gut. AAC-Unterstützung ist auch ganz nett. Ansonsten halt die übliche Produktpflege. Ach nee, es gibt auch noch Midi-Unterstützung. Also kann man bald doch seine Plattenspieler verkaufen. Na ja. Dauert wohl noch etwas.

Das Kinderzimmer verabschiedet sich

Mittwoch, November 28th, 2007

Kinderzimmer Productions legten mit Ihrer ersten Scheibe damals ein beeindruckendes Stück Geschichte vor. Sie waren ein gutes Gegengewicht zu den ernsten Heidelbergern und den Spaßkanonen aus Hamburg. Halt anders. Und sie machten für einige nicht unbedingt Hip-Hop, sondern eher so etwas Alternatives.

Nun geht die Area vorbei. Ihr Abschied wirkt allerdings etwas seltsam. Alles ist eigentlich gut. Nur das mit dem Geld verdienen klappt nicht so, wie sie es bräuchten, um ihren Standard zu halten. Und Hip-Hop hat sich nicht so entwickelt, wie sie es gerne gehabt hätten. Ja, und?

Don’t call it a comeback

Samstag, November 17th, 2007

Die Zeit rennt und der Schreiber flennt … nicht, weil er hat nichts verpennt. Oder? Die letzten Monate gingen schnell um. Viel zu arbeiten, aber auch die Party des Jahres mit den Jungs gehabt. Hip-Hop aus vier Jahrzehnten aufgelegt und in Stücke gekratzt. Oder waren es nur drei? Uns hat’s gefallen, den Gästen größtenteils auch – man kann es ja nie allen recht machen – und das war nicht das letzte Mal, dass wir einfach das auflegen, was wir hören wollen. Voranmeldungen für nächstes Jahr werden entgegen genommen ;o)

Heute kam übrigens die seit über einem Jahr angekündigte Scratchlopedia. Die werde ich mir mal das Wochenende in Ruhe zu Gemüte führen und ein Fazit ziehen.

Wie lange hält ein verschleißfreier Crossfader?

Sonntag, August 5th, 2007

Der Focus Fader V2 war einer der ersten sogenannten verschleißfreien Crossfader, bei dem die Kurve eingestellt werden konnte. Dieser verrichtet mittlerweile eine halbe Ewigkeit – sind so fast sechs Jahre mittlerweile – in meinem Stanton Sk2 LTD seine Aufgabe. Außer ein bisschen Ölen zwischendurch, musste an dem Ding nichts gemacht werden.

Und heute bekam ich dann die Antwort auf meine Frage. Zu erst denkt man, dass man den Crossfader abreißen muss, damit das Ding kaputt geht. Oder den Verbindungsstift abbrechen.

Viel besser. Es gibt bei dem Crossfader ein Metallstück, was durch eine Straße von kleinen LEDs gezogen wird. Jedenfalls sagte mir das mein technisches Verständnis, nachdem ich das Ding aufgemacht habe. Dieses Metallstück ist an ein Stück Plastik geklebt, in dem der Verbindungsstift steckt, auf dem die Kappe sitzt. Dieser Crossfader hält also so lange, bis der Kleber, der Metall und Plastik zusammenhält schlapp macht. Kein Scherz.

So etwas nenne ich billigste Ingenieurskunst. Metall an Plastik geklebt. Das tut richtig weh. Und deswegen sollte man eigentlich die Geräte von heutzutage am Besten gar nicht aufmachen. Da wird man aus Kosten gründen immer wieder so etwas finden. Was ein Glück, dass ich keine gelernter Elektrotechniker bin.

Ich werde mir jetzt erst einmal neuen Kleber besorgen und überlegen, ob ich nicht doch auf kurze Sicht auf einen anderen Mischer umsteige.

Scratch Live 1.7.2

Samstag, Juni 30th, 2007

Serato betreibt wieder Produktpflege und das Update gibt es wie immer kostenlos. Insgesamt sind nur die Fehlerbereinigungen für mich interessant. Ob es wirklich DJs gibt, die sich schon freiwillig mit Vista herumschlagen? Leider gibt es immer noch keine CoreAudio-Treiber für Mac. Würde mal tippen, dass das noch sehr, sehr lange dauert. Wahrscheinlich fällt vorher mein Gerät von selbst auseinander.

Alles unter Kontrolle beim Zündeln

Sonntag, Juni 17th, 2007

Ohne Frage ist Controller One von Vestax ein ziemlich abgefahrenes Gerät. Die Möglichkeiten in Kombination mit digitalen Vinyl sind damit unvorstellbar geworden. Ob es auch wirklich jemand richtig nutzen wird?

DJ Woody gibt in seiner Light-My-Fire-Routine mal einen Einblick, was unter anderem Möglich ist. Die Kluft zwischen einen DJ, der einfach nur auflegt, und einem Turntablist, der musikalisch aktiv werden will, wird damit noch größer.

Stellt sich nur noch die Frage, warum ein Turntablist überhaupt noch soviel Geld ausgeben soll, wenn er eigentlich heutzutage auch einen Synthie mit Samples füttern und diese über Midi-Controller steuern kann. Wozu eigntlich noch einen Plattenspieler?