Lesen für die Ohren

Jeder der sich ein bisschen mit Musik und deren Klang und Wiedergabe beschäftigt, muss sich irgendwann mit dem Thema digital und analog auseinander setzen. Dabei stolpert man über so tolle Sachen wie Komprimierung beim Mastern und Komprimierung von digitalen Formaten. Ersteres ist teilweise sehr nervig, wenn man mit einem lauten Soundbrei arbeiten muss, der zwar laut ist, aber keine Dynamik mehr hat. Hier wird in absehbarer Zeit wohl nicht so viel passieren. Jeder will mit seinem Handy lauter sein als der Andere.

Die Komprimierung beim digitalen Formaten ist eine zweite Sache, die Einfluss auf den Klang nimmt. Aufgrund der Preisentwicklung für Speicher und die schneller werdenden Internetverbindungen, kann man hier mit geringeren Komprimierungen arbeiten, die den Klang nicht ganz so vergewaltigen. Hier kann man sich natürlich über die Einstellungen etc. streiten. Will ich aber nicht.

Beim Aufräumen bin ich wieder über einen Artikel vom letzten Jahr aus der Professional Audio gestolpert. Mittlerweile bin ich ja so geeicht, dass ich bei Komprimierung bei digitalen Formaten nur noch an digitale Verfahren wie MP3 oder Flac denke. Ganz verdrängt habe ich, dass beim Wandeln von Analog in Digital streng genommen auch schon eine Komprimierung statt findet. Plump gesagt, analoge Signale sind unendlich und digitale endlich. Da muss einfach etwas wegfallen, wenn man wandelt, um der unendlichen Flut an Daten Herr zu werden. Eine 1:1 Kopie ist nämlich eigentlich nicht möglich.

Ein Versuch, dieses Desaster ein bisschen zu begreifen, und was in diesem Bereich beim Arbeiten vielleicht sinnvoll ist, versucht der Artikel von Ralf Koschinke von Acousence, welchen man dort in der ursprünglichen Form herunterladen kann. Aber Achtung: Nichts zum Drüberfliegen, sondern gestandene Nachmittagslektüre.

5 Kommentare zu “Lesen für die Ohren”

  1. ichselbst schrieb:

    Klingt interessant.
    Werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen…

  2. Dirk schrieb:

    Der Audiophile wieder *kopfschüttel* ;o)
    Ne im Ernst. Sieht schon interessant aus aber wie du schon sagtest: Eher was für einen ganzen Nachmittag.

    Hast du schon mal was von Platte mit 96kHz aufgenommen, danach einen steilen Hochpass bei 20kHz reinrechnen lassen und dann die Ganze Sache um 1 oder 2 Okatven nach unten transponiert? Schon erstaunlich was da oben an Audio vorhanden ist was man nicht bewusst zu hören bekommt :)

    Gruß ausm Pott

  3. Mulo Schabing schrieb:

    Ich will gar nicht wissen, was meine alten Ohren nicht mehr hören können. Deswegen sample ich aus Prinzip auf 24585 Hz ;o)

  4. Dirk schrieb:

    Na bei so einer Samplingfrequenz bekommste ja sogar noch Frequenzen obendrauf. Stichwort: Aliasing . Clevere Sache von dir ;o)
    Ich hab gerade erst erfahren dass das FLAC Format (benutze eigentlich nix anderes mehr ausser natürlich WAV) den Wandlern ja sogar einen ziemlich grossen Schritt vorraus ist. FLAC kommt mit bis zu 655 kHz zurecht. Das sollte dann wohl auch für die audiophile Katze reichen.

  5. Mulo Schabing schrieb:

    Cool. Dann kann ich mit Flac ja quasi Mittelwelle aufnehmen ;o)

Deine Meinung dazu